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Radweg wird bis zum Bahnhof Mayschoß weitergeführt

Teilstück durch Tunnel: Landrat erhält Zusage aus Mainz

Deutliche Fortschritte bahnen sich beim Bau des Radwegs zwischen Rech und Altenahr an. Dabei soll der für dieses Jahr vorgesehene Streckenabschnitt von Rech ahraufwärts sogar verlängert werden und bis zum Bahnhof Mayschoß führen. Die entsprechende Zusage hat Landrat Joachim Weiler jetzt vom Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Wirtschafts- und Verkehrsministerium, Ernst Eggers, erhalten.

Die Vorgeschichte: Im Radwegenetz des Kreises Ahrweiler "klafft zwischen Rech und Altenahr noch eine Lücke", wie Weiler jüngst in einem Schreiben an Eggers betonte. Vor allem müsse die gefährliche Situation für Radfahrer, die zwischen Rech und Altenahr auf die Bundesstraße ausweichen müssen, entschärft werden. Allerdings sei der in den vergangenen zwei Jahren entstandene Optimismus für den Bau dieses Teilstücks leider nicht erfüllt worden, bedauerte Weiler gegenüber dem Mainzer Staatssekretär. Gründe seien in erster Linie die notwendige Einschaltung der Deutschen Bahn AG mit ihren Zuständigkeitsabgrenzungen, vor allem wegen der kostenaufwendigen Verlegung der bahneigenen Kommunikationsleitungen.

Hinzu kommt ein weiteres Projekt: Das Bahnhofsumfeld in Mayschoß soll noch in diesem Jahr erneuert und kundenfreundlich gestaltet werden, wobei es sinnvoll ist, den Radweg einzubeziehen. Das zunächst vorgesehene Teilstück des fehlenden Radwegs sollte vor dem Saffenbergtunnel in Höhe des Hotels "Bergischer Hof" enden und wäre damit nicht durch den stillgelegten Eisenbahntunnel bis Mayschoß verlaufen. Für Weiler wäre es daher "ein Schildbürgerstreich", wenn das 250 Meter lange Reststück von der Ahrbrücke durch den Tunnel bis zum Bahnhof Mayschoß in diesem Jahr nicht ausgebaut würde. Dann würden "die Bagger hier zweimal anrollen". Besser sei es, den Radweg und die Bahnhofsgestaltung in einem Arbeitsgang zu bauen.

Im Vorfeld hatten die Kreisverwaltung und die Ortsgemeinde Mayschoß dem federführenden Straßenverkehrsamt Cochem die Weiterführung des Radweg-Teilstückes bis zum Mayschosser Bahnhof vorgeschlagen. Es fehlten jedoch die dafür notwendigen Gelder. Der Landrat untermauerte den Wunsch gegenüber dem Staatssekretär auch mit der Verkehrssicherheit: "Die Radfahrer würden kaum Verständnis dafür aufbringen, wenn sie statt der kurzen und attraktiven Fahrt durch den früheren Eisenbahntunnel wieder auf die gefährliche Bundesstraße geleitet würden." Fazit: Weiler bat Eggers um zusätzliche Finanzmittel für das Teilstück des Radwegs.

Und diese Zusage kam jetzt aus Mainz. Eggers schließt sich der Argumentation aus dem Kreis Ahrweiler an, hält die Fortführung des Radwegs bis zum Mayschosser Bahnhof für sinnvoll und hat das Landesamt für Straßen- und Verkehrswesen gebeten, die erforderlichen Mittel bereitzustellen. Weiler, der sich bei dem Mainzer Staatssekretär ausdrücklich für die Unterstützung bedankt, hofft jetzt gemeinsam mit den Ortsgemeinden und vielen Radtouristen auf einen zügigen Baubeginn: "Am besten noch im nächsten Monat."


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.07.1998