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Der Radweg von Rech nach Altenahr kommt in Fahrt

Lückenschluß bedeutet Meilenstein für Radwegenetz entlang der Ahr

Ein Meilenstein auf dem Radweg entlang der Ahr ist erreicht: Die noch bestehende Lücke zwischen Rech und Altenahr wird in drei Bauabschnitten geschlossen. "Auf maßgebliche Initiative von Staatssekretär Ernst Eggers im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau", so Landrat Joachim Weiler und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, Achim Haag, in einer gemeinsamen Presseerklärung, soll der erste Bauabschnitt von Rech durch den stillgelegten Bahntunnel bis zum Bahnhof Mayschoß bereits im Herbst 1997 fertig sein.


Dies ist das Ergebnis eines Gesprächs, an dem auf Einladung des Mainzer Verkehrsministeriums Mitarbeiter der Kreisverwaltung Ahrweiler, des Straßen- und Verkehrsamtes Cochem, der Deutschen Bahn AG sowie der Altenahrer Verbandsbürgermeister und die Ortsbürgermeister aus Rech und Mayschoß teilnahmen.


Sobald das Baurecht vorliegt, will Eggers für die Finanzierung sorgen. Baulastträger und Finanzierer ist der Bund. Der Grund: Es handelt sich um einen sogenannten "unselbständigen Radweg", der eigentlich zur Bundesstraße gehört, wegen der engen Talführung aber nicht neben der Straße angelegt werden kann. Das Straßen- und Verkehrsamt Cochem übernimmt die Planungsarbeiten und die Baudurchführung.


Bei den drei Bauabschnitten handelt es sich erstens um die Strecke von Rech zum Bahnhof Mayschoß, zweitens von dort bis zur Brücke in Laach und drittens von Laach zum Feuerwehrgerätehaus in Altenahr. Alle drei Abschnitte führen wieder zur Bundesstraße zurück, so daß sie auch unabhängig voneinander gebaut werden können.Die Verbandsgemeinde Altenahr wird in Kürze den Bauantrag stellen, damit das Verfahren anlaufen kann. 1999, so hoffen Eggers, Weiler und Haag, sollen alle drei Bauabschnitte befahrbar und damit die letzte noch verbleibende Lücke im Radwegenetz zwischen Sinzig und Adenau geschlossen sein.


Für den zweiten Bauabschnitt soll der Bauantrag Anfang 1997 eingereicht werden. Im Bereich Laach und Reimerzhoven soll zunächst ein Provisorium hergerichtet werden; dort würde der Radweg über den Ahruferweg verlaufen.


Zunächst ist noch eine Hürde zu nehmen: Das abschließende Gespräch mit der Bahn steht noch aus. Dabei soll insbesondere die Frage der Haftung geklärt werden. Denn der Radweg verläuft in der Gemarkung Rech teilweise auf stillgelegtem Bahngelände. Der Ahrweiler Landrat dankte in einem Schreiben an Staatssekretär Ernst Eggers nochmals für dessen "Engagement, ohne das sich in der Angelegenheit wahrscheinlich kaum etwas bewegt hätte". Der neue Radweg werde helfen, die bislang teilweise gefährliche Strecke für Radfahrer entlang der B 266 zu entschärfen. Vor allem das starke Verkehrsaufkommen der jüngsten Wochenenden entlang der Mittelahr hat diese Gefahr nach Weilers Worten nochmals drastisch verdeutlicht.


Der Lückenschluß biete bald die Möglichkeit, vom Rhein bis Adenau zu radeln, ohne mit dem Kfz-Verkehr in Kontakt zu geraten. Gegenüber dem Staatssekretär im Mainzer Verkehrsministerium weist der Landrat nochmals auf die "gezielte Werbung" für Radfahrer hin. Die Möglichkeit, durchs landschaftlich reizvolle Ahrtal zu radeln, stelle eine Attraktivitätssteigerung im Tourismus dar und passe "exzellent in unser Bilder der Gesundheits- und Fitneßregion Kreis Ahrweiler". Das Angebot der kreiweiten Fremdenverkehrsorganisation TOUR zur kostenlosen Mitnahme von Fahrrädern in der Ahrtalbahn ergänze dieses Angebot auch für weniger konditionsstarke Radler und Familien mit Kindern.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 24.10.1996