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Plakette für das Passivhaus

Are-Gymnasium: Neues Gebäude benötigt ein Fünftel der üblichen Heizwärme

Das neue Erweiterungsgebäude am Are-Gymnasium in Bad Neuenahr ist jetzt offiziell ein „Zertifiziertes Passivhaus“. Es verfügt über „ausgezeichneten Wärmeschutz, sehr niedrigen Heizbedarf und hohe Luftqualität“. Die Plakette zum entsprechenden Zertifikat erhielt Schulleiter Hans-Dietrich Laubmann jetzt von Landrat Dr. Jürgen Pföhler im Beisein von Werner Solbach, Leiter des Eigenbetriebs Schul- und Gebäudemanagement des Kreises Ahrweiler, und Peter Wendling vom Planungsbüro hks in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Das Passivhaus-Institut Feist in Darmstadt hat das Zertifikat erstellt, der Kreis ist Schulträger des Are-Gymnasiums. Landrat Pföhler sprach von einem „ökologischen Vorzeigeprojekt“. Der Neubau sei das erste Schulgebäude dieser Größenordnung in Rheinland-Pfalz im Passivhausstandard. Zusätzlich sei das Dach des neuen Hauses, wie bei allen kreiseigenen Schulen und der Kreisverwaltung, mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, so der Landrat.

Als erstes Gymnasium im Kreis wurde das Are „G8GTS“, also Ganztagsschule mit verkürzter Schulzeit von acht Jahren Gymnasium. Zu diesem Zweck hat der Kreis Ahrweiler für 9,2 Millionen Euro neue Klassenräume, Lehrerarbeitsräume und eine große Mensa gebaut.

Das Gebäude verfüge über einen „rundum ausgezeichneten Wärmeschutz und bauphysikalisch hochwertige Anschlussdetails“, schreibt das Passivhaus-Institut in seinem Zertifikat. Der Heizwärmebedarf sei begrenzt auf 15 Kilowattstunden (kWh) pro Quadratmeter Nutzfläche und Jahr. Zum Vergleich: Ein Schulgebäude in üblicher Bauweise benötigt den fünffachen Heizwärmebedarf, nämlich 75 kWh.

Das neue Are-Gebäude habe eine kontrollierte Wohnungsbelüftung mit hochwertigen Filtern, hocheffizienter Wärmerückgewinnung und niedrigem Stromverbrauch. Dies erziele eine hohe Innenluftqualität und einen niedrigen Energieverbrauch, schreibt das Passivhaus-Institut.

Passivhäuser bieten nach Angaben des Feist-Instituts eine sehr gute Behaglichkeit im Sommer und Winter. Sie ließen sich mit geringem Aufwand heizen. Die Gebäudehülle sei auf der Innenseite gleichmäßig warm. Die Temperaturen der inneren Oberflächen unterschieden sich kaum von der Raumlufttemperatur. Durch die hohe Dichtigkeit seien Zugerscheinungen bei normaler Nutzung ausgeschlossen.

Foto: Schulträger und Schulleiter mit der Passivhaus-Plakette: Werner Solbach (v.l.), Dr. Jürgen Pföhler, Peter Wendling und Hans-Dietrich Laubmann


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 14.01.2011