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Schnelles Internet für alle soll kommen

Breitbandversorgung im AW-Kreis ausgeweitet - Servicestelle Förderprogramme eingerichtet - In Zukunft noch höhere Übertragungsraten

Die Breitbandversorgung und schnelle Internetverbindungen sind wichtige Faktoren, die über die Attraktivität und Zukunftsfähigkeit eines Wohn- und Wirtschaftsstandortes entscheiden. In dieser Einschätzung sind sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler und die acht hauptamtlichen Bürgermeister einig. Im Jahr 2007 wurde die Initiative „DSL für alle" gestartet mit dem Ziel, unterversorgte Gebiete mit schnellem Internet zu versorgen. - Was ist seither geschehen? Wie geht es weiter? Antworten auf diese Fragen gaben der Landrat und die Bürgermeister jetzt bei einer Pressekonferenz zum Thema „Breitbandversorgung im Kreis Ahrweiler - Entwicklung, Sachstand und Ausblick".

Zwei Landkarten verdeutlichen die Entwicklung:

  • Im April 2007 überwogen die weißen Flecken auf der Karte des Kreises Ahrweiler, auf der die Ortsgemeinden und Ortsteile abgebildet sind. Weiß bedeutet: Hier war Breitband verfügbar, allerdings mit einer Datenrate von weniger als 2 Megabit pro Sekunde (Mbit/s). Die grünen Flächen, wo mehr als 2 Mbit/s verfügbar waren, stellten die Minderheit dar. Mehr als 2 Mbit/s gab es überwiegend an der Rheinschiene (Städte Remagen und Sinzig, Verbandsgemeinde Bad Breisig), der Kreisstadt sowie in Teilen der Verbandsgemeinden (VG) Brohltal, Altenahr und Adenau.
  • Ganz anders die Karte mit Stand November 2014: Hier dominiert kreisweit das Grün - also mehr als 2 Mbit/s. Die noch verbleibenden weißen Flecken befinden sich in dünnbesiedelten Gebieten, meist in Teilen der VG Altenahr und in einigen wenigen Ortsgemeinden in der VG Adenau.

„Wir sind auf einem sehr guten Weg", betonten Pföhler und die anwesenden Bürgermeister. „Und wir wollen weitere Verbesserungen." Angepeilt sei die flächendeckende Versorgung, und das mit höheren Bandbreiten. Schnelles Internet bedeute eine Versorgung ab einer Bandbreite von 50 Mbit/s. Auch hierbei sei bereits einiges vorzuweisen. Der Kreis Ahrweiler übernehme wie bisher eine koordinierende Funktion, beispielsweise mit Infoveranstaltungen und bei der Vermittlung von Breitbandanbietern an die Ortsgemeinden. Die konkrete Umsetzung vor Ort falle dann in den Zuständigkeitsbereich der Kommunen.

Der Kreis werde den Kommunen auf diesem Weg ab sofort noch gezielter helfen. Der Landrat kündigte an, dass in der Kreisverwaltung eine neue Servicestelle eingerichtet wird, die über spezielle Förderprogramme zum Breitbandausbau berate. Ansprechpartner seien die Breitbandbeauftragten der Kommunen.

Die Top-Versorgung mit 50 Mbit/s sei bereits jetzt in mehr als der Hälfte der Städte und Ortsgemeinden erreicht. Dies solle weiter ausgebaut werden. Denn die Internet-Nutzung entwickle sich in Zukunft weiter, vor allem mit Blick auf Streaming-Angebote von Online-Videotheken und Mediatheken auf Smart-TVs und mobilen Endgeräten, was sehr viel höhere Übertragungsrate für störungsfreien Gebrauch erfordere. Auch Firmen schickten immer höhere Datenmengen durchs Netz. Somit seien schnelle Internetverbindungen auch wichtig, um den Wirtschaftsstandort Kreis Ahrweiler konkurrenzfähig und attraktiv zu halten.

Fazit von Landrat und Bürgermeistern: Der Ausbau der Breitbandversorgung ist eines der wichtigsten strukturpolitischen Vorhaben für die Zukunft. Der Kreis will hier zusammen mit den Kommunen Schrittmacher bleiben.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.11.2014