Verbotene Futtermittel wegen MKS-Gefahr entsorgen
Landwirte müssen sich bis 24. April melden - Sonst Entsorgung auf eigene Kosten

Zur Vorbeugung der Maul- und Klauenseuche (MKS) hat das Land Rheinland-Pfalz eine Pressemeldung über die Erfassung und Entsorgung von verbotenen Futtermitteln aus der Landwirtschaft veröffentlicht. Die Kreisverwaltung Ahrweiler leitet diese Hinweise an die betreffenden Landwirte weiter.

Das Gesetz verbietet das Verfüttern proteinhaltiger Erzeugnisse und von Fetten aus dem Gewebe warmblütiger Landtiere, von Fischen sowie von Mischfuttermitteln, die diese Einzelfuttermittel enthalten, an Nutztiere. Das Verbot gilt nicht für Milch und Milcherzeugnisse sowie für proteinhaltige Erzeugnisse und Fette aus Fischgewebe, das zum Verfüttern an Fische bestimmt ist.

Die meisten landwirtschaftlichen Betriebe mit Nutztierhaltung wurden bereits überprüft. Wegen der MKS-Gefahr wurden diese Kontrollen jedoch aus Gründen der Seuchenvorbeuge eingestellt. Das Land beabsichtigt, die verbotenen Futtermittel aus der Landwirtschaft heraus zu nehmen und zu vernichten. Die Kosten für den Erwerb der Futtermittel werden den Landwirten vom Land ersetzt.

Mit der Ausführung des gesamten Vorhabens ist die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) in Trier beauftragt. Die ADD fordert die betreffenden landwirtschaftlichen Betriebe mit Nutztierhaltung auf, sich bis 24. April 2001 bei der ADD zu melden. Das gilt für Betriebe, die noch Futtermittel bevorraten, die seit dem 2. Dezember 2000 dem Fütterungsverbot unterliegen und noch nicht vom Kreis-Veterinäramt erfasst sind. Dem Fütterungsverbot unterliegende Stoffe, die bei Landwirten lagern und bis 24. April nicht bei der ADD Trier gemeldet sind, können nicht entschädigt werden. Die Eigentümer müssen die Futtermittel dann auf eigene Kosten entsorgen.

Info: Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD), Kurfürstliches Palais, Willy-Brandt-Platz 3, 54290 Trier. Telefonischen Meldungen werden unter den folgenden Rufnummern angenommen: 0651/9494-632 (Josef Steffen), 9494-635 (Thomas Kessler), 9494-631 (Josef Müller), Fax 0651/9494-568.







© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.04.2001