Formel-1: Startschuss für Turbo-Tage kann fallen
Organisation läuft planmäßig - Landrat Dr. Pföhler erwartet erneuten Imagegewinn und kräftigen wirtschaftlichen Impuls für unsere Region

Der Startschuss für die Formel 1 kann fallen: Der Kreis Ahrweiler und der Nürburgring sind für den Großen Preis von Europa am kommenden Wochenende gerüstet. „Die Organisation läuft planmäßig“, meldet Landrat Dr. Pföhler wenige Tage vor dem Rennwochenende aus dem Kreishaus. „Auch in diesem Jahr werden wieder rund 200 Feuerwehrleute, Sanitäter, Ärzte und andere Hilfskräfte am Ring im Einsatz sein“.

Dr. Pföhler will die Gelegenheit nutzen und beim Formel-1-Rennen das Gespräch mit hochrangigen Gästen aus Wirtschaft und Politik suchen, um für den Standort Kreis Ahrweiler zu werben. Zudem erwartet der Kreischef „angesichts von rund 350.000 erwarteten Besuchern an der Strecke an den drei Renntagen und einem weltweiten Millionen-Publikum an den Fernsehern einen erneuten Imagegewinn für unsere Region“. Pföhler: „Gerade am Formel-1-Wochenende zeigt sich deutlich, welches enorme Gewicht der Nürburgring als Motor für die Wirtschaft und den Fremdenverkehr für den gesamten Kreis und darüber hinaus hat. Im vergangenen Jahr hat das Rennen immerhin für etwa 80 Mio. Euro an Umsatz in unserer Region gesorgt.“

Mit etwa 130 festangestellten Mitarbeitern bei der Nürburgring Gruppe (Nürburgring GmbH und „Tochtergesellschaften“), etwa 80 Bediensteten im Dorint-Hotel und rund 1.000 Aushilfskräften stünden am Ring viele Arbeitsplätze zur Verfügung, die gerade in der strukturschwachen Eifelregion immens wichtig seien, stellt der Landrat die Bedeutung der weltweit bekannten Rennstrecke heraus. „Und die mittelbare Wirkung geht ja noch weit darüber hinaus! Schließlich hängen fast 2.500 Arbeitsplätze indirekt vom Nürburgring ab“. Zahlreiche Branchen einschließlich des heimischen Handwerks profitierten von rund 2 Millionen Gästen, die der Ring jährlich wie ein Magnet in die Eifel ziehe.

„Die hohe Besucherzahl ist aber auch nicht verwunderlich, bei dem einmaligen und unvergleichlichen Veranstaltungsangebot, das der Ring bietet“, betonte Pföhler. Vom Formel-1-Rennen über Rock-am-Ring, 24-Stunden-Rennen, Truck-Grand-Prix bis hin zum 24-Stunden-Rad-am Ring und vielen anderen Events halte die GmbH für unterschiedlichste Besuchergruppen ein breites Spektrum an Sehens- und Erlebenswertem bereit. „Die Nürburgring GmbH ruht sich nicht auf dem alten Mythos Nürburgring aus, sondern ist am Puls der Zeit“, lobte der AW-Landrat.

Angefangen vom Neubau der Grand-Prix-Strecke im Jahr 1984 habe der Nürburgring vor allem in den letzten Jahren sehr viel investiert. „Dies sind für unsere Region weit reichende Investitionen, die uns allen zu gute kommen. Wir müssen alles daran setzen, dass der Nürburgring ein Besuchermagnet von Spitzenrang bleibt“, meint Dr. Pföhler. Hierzu zählten vor allem das hochmoderne Boxengebäude, verschiedene Tribünenerweiterungen, das Medical-Center sowie der Neubau der Mercedes-Tribüne und der Mercedes-Arena, die Platz für weitere 30.000 Zuschauer bietet und pünktlich zum 75-jährigen Bestehen des Rings im Jahr 2002 offiziell eingeweiht wurde. In diesem Winter hat die GmbH Veränderungen an der Grand-Prix-Strecke vorgenommen, um bestens auf die neue Saison vorbereitet zu sein. 350.000 Euro wurden allein in diese Maßnahmen gesteckt. Die Gesamtinvestitionen aus den vergangenen zehn Jahren belaufen sich auf rund 100 Mio. Euro für die gesamte Nürburgringgruppe.

Weitere Investitionen wie das Dorint-Hotel oder der Gewerbepark stellten „das Flaggschiff Nürburgring“ auf mehrere Standbeine „Das verschafft uns ein Stück Unabhängigkeit vom reinen Motorsport“, erklärte Landrat Dr. Pföhler.
Pföhler erwartet auch von diesem Rennwochenende wieder einen kräftigen wirtschaftlichen Impuls für die Region. „Ich bin überzeugt, dass wieder viele Fans den Weg zur Rennstrecke finden werden – ich jedenfalls bin am Ring dabei!“




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.06.2003