„Alkohol und Drogen am Steuer? – Deine Entscheidung!“
Fahranfänger im Fahrunterricht mit Problem vertraut machen - Landrat Dr. Pföhler ruft Fahrschulen zur Teilnahme auf

„Alkohol und Drogen am Steuer? – Deine Entscheidung!“ – mit diesem bundesweiten Modellprojekt sollen Fahrschulen dazu beitragen, Unfälle unter Alkohol- und Drogeneinfluss zu reduzieren. Landrat Dr. Jürgen Pföhler weist gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Geschäftsstelle Ahrweiler im Caritasverband für die Region Rhein-Mosel-Ahr e.V. Richard Stahl, dem Kreisvorsitzenden des Fahrlehrerverbandes Rheinland e.V. Norbert Henneke, dem Fachberater für Verkehrserziehung in der Kreisverkehrswacht Hanspeter Führer und der Caritas-Suchtberaterin Silvia Plum die Fahrschulen im Kreis auf dieses Programm hin.

„Gerade bei den jungen Verkehrsteilnehmern und Führerscheinneulingen beklagen wir leider sehr viele alkoholbedingte Verkehrsunfälle. Hier müssen wir durch gezielte Präventionsarbeit noch einiges verbessern. Mit diesem Projekt sind wir da genau auf dem richtigen Weg“, so die Meinung des AW-Landrates. Dr. Pföhler hat alle Fahrschulen im Kreis Ahrweiler über die Initiative informiert und um Unterstützung gebeten. „Ich hoffe, dass viele Fahrschulen teilnehmen und so mithelfen, Unfälle zu vermeiden.“

Mit dem Projekt „Alkohol und Drogen am Steuer? – Deine Entscheidung!“ soll schon in der Fahrschule das Problem „Trinken und Fahren“ aufgegriffen werden. In Kooperation mit den örtlichen Fahrschulen stehen bundesweit Präventionsfachkräfte aus Suchtberatungsstellen interessierten Fahrschulen zur Verfügung, um im Rahmen des theoretischen Fahrschulunterrichts eine etwa 90-minütige Unterrichtseinheit zu gestalten. Dabei werden den Schülerinnen und Schülern beispielsweise die Auswirkungen von Suchtmitteln auf das Fahrverhalten deutlich gemacht. Konfliktsituationen zwischen Trinken und Fahren sollen besprochen werden.

Hintergrund der Aktion: 67 % der Hauptverursacher von Unfällen mit Sach- und Personenschäden sind zwischen 18 und 24 Jahren alt. Alkohol und auch zunehmend Drogen spielen dabei häufig eine Rolle. Allein im Kreis Ahrweiler müssen jedes Jahr rund 300 Führerscheininhaber ihre Fahrerlaubnis wegen Trunkenheit am Steuer wieder abgeben.

Die Mainzer Ministerien für Arbeit, Soziales, Familie und Gesundheit, des Innern und für Sport sowie für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau haben gemeinsam mit der Landesstelle Suchtkrankenhilfe und der Landeszentrale für Gesundheitsförderung in Rheinland-Pfalz e.V. dieses Projekt ins Leben gerufen. Der Kreis Ahrweiler gehört zu den Kreisen, in denen Fahrschulen schon an der ersten Projektrunde teilnehmen können. Die
Präventionsfachkraft des Caritasverbandes Gerd Aehnlich, Fachpsychologe für Verkehrspsychologie, ist Ansprechpartner für die Fahrschulen des Kreises und steht für Schulungseinheiten zur Verfügung.

Interessierte Fahrschulen erhalten weitere Informationen bei der Psychosozialen Beratungs- und Behandlungsstelle der Caritasgeschäftsstelle Ahrweiler, Ruf 02641/759880, Montag – Freitag, 8 – 12 Uhr.

Hinweis: Zu diesem Text erhalten Sie ein Foto. Bildunterzeile:

Setzen sich gemeinsam gegen Drogen und Alkohol am Steuer ein: Caritas-Geschäftsführer Stahl, Landrat Dr. Pföhler, Suchtberaterin Plum, Fachberater für Verkehrserziehung der Kreisverkehrswacht Führer und Kreisvorsitzender des Fahrlehrerverbandes Henneke (v.l.).







© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.06.2003