Beratungsangebot für Ahrwinzer gesichert
Agrarverwaltungsreform: Landrat Dr. Pföhler sprach mit Chef des neuen DLR –Domäne Marienthal langfristig für Weinbau und Tourismus nutzen

Die fachkompetente und ortsnahe Beratung der Winzer im Kreis Ahrweiler muss auch nach der Agrarverwaltungsreform gesichert sein. Darin waren sich Landrat Dr. Jürgen Pföhler und der Leiter des neu eingerichteten Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum (DLR), Hubert Friedrich, in einem ersten Gespräch einig.

Zur Zukunft der Weinbaudomäne Marienthal betonte Pföhler: Sollte das Land Rheinland-Pfalz, wie von der Landesregierung beschlossen, das Gebäude der Domäne mit den Weinbergslagen verkaufen, müsse sichergestellt werden, dass der „sehr attraktive Standort“ Marienthal langfristig für Weinbau und Tourismus genutzt wird. Ein Verkauf dürfe nicht allein unter dem Gesichtspunkt maximaler Erlöse gesehen werden, betonte der Landrat. Vielmehr müsse eine Veräußerung der Domäne strukturelle Impulse für den Weinbau und die gesamte Region erzielen. Die Liegenschaft berge enorme Wirtschaftskraft, argumentierte Dr. Pföhler gegenüber dem DLR-Chef und Leitenden Regierungsdirektor Friedrich.

Das in Bernkastel-Kues ansässige DLR fasst die früheren Kulturämter Trier und Bernkastel sowie die Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Landwirtschaft, Weinbau und Gartenbau (SLVA) Trier sowie die beiden Domänen in Trier und Marienthal zusammen. Die DLR-Abteilung für Weinbau und Oenologie übernimmt die Beratungsaufgaben der ehemaligen SLVA Ahrweiler. Ein Schwerpunkt der Arbeit stelle die intensive Förderung des Steillagen-Weinbaus dar, erklärte Friedrich.

Die staatliche Beratung für die Ahr werde verbessert, fuhr der DLR-Chef fort. Die beiden Betriebsberater Franz-Josef Treis und Klaus Schmitt zögen noch in diesem Jahr von Cochem nach Mayen um und stünden damit auch den Ahr-Winzern verstärkt zur Verfügung. Zusätzlich werde der Kellermeister der Domäne Marienthal, Sigmund Lawnik, die Ahrwinzer beraten. "Die Zukunft wird zeigen, mit welcher Intensität die Ahrwinzer diese Beratungsangebote nutzen", sagte Friedrich.

Als Pluspunkt für den Kreis Ahrweiler bezeichnete Pföhler den Fakt, dass Friedrich "unsere Region bestens kennt". Dieser war von 1980 bis 1995 Mitarbeiter des Kulturamtes Adenau. Friedrich meinte abschließend: „Der ländliche Raum hat sicherlich vielfältige Probleme. Diese Probleme müssen mit immer geringeren Finanzmitteln gelöst werden.“ Die Verzahnung von Beratung und Bodenordnung werde durch die relative örtliche Nähe der Sachbearbeiter gewährleistet.

Bildunterzeile zum FOTO:
DLR-Chef Hubert Friedrich (von rechts), Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Dr. Otto Gaudlitz, Abteilungsleiter für Lebensmittelüberwachung, Veterinärwesen und Landwirtschaft in der Kreisverwaltung Ahrweiler.







© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.11.2003