Mindestmengen für Raps, Sonnenblumen, Getreide und Mais festgelegt
Landwirtschaft: Infos zu nachwachsenden Rohstoffen beim Kreis erhältlich

Eine aktuelle Meldung für Landwirte kommt aus der Kreisverwaltung Ahrweiler: Die Mindest-Ablieferungsmengen beim Anbau nachwachsender Rohstoffe auf stillgelegten Ackerflächen wie Raps, Öllein, Sonnenblumen, Getreide und Mais für das Jahr 2004 stehen fest.

Landwirte, die solche Sorten auf konjunkturell stillgelegten Flächen angebaut haben, müssen die gesamte Ernte von diesen Flächen an die Erstverarbeiter oder Aufkäufer abliefern. Dabei dürfen die für Rheinland-Pfalz festgesetzten Mindesterträge nicht unterschritten werden. Bei der Festlegung hat das Mainzer Ministerium die bisherigen Witterungsbedingungen berücksichtigt.

Für die Ernte 2004 wurden folgende Mindesterträge festgelegt: Winterraps 25 Doppelzentner pro Hektar (dz/ha), Sommerraps 17 dz/ha, Öllein 15 dz/ha und Sonnenblumen 22 dz/ha. Diesen Erträgen wurde ein Feuchtegehalt von neun Prozent und ein Fremdbesatzanteil von zwei Prozent (bei Öllein 2,5 %) zugrunde gelegt.

Die repräsentativen Erträge für Ganzpflanzensilagen: Sonnenblumen-Ganzpflanze 30 Kubikmeter pro Hektar, Wintergetreide-Ganzpflanze 35 cbm/ha, Sommergetreide-Ganzpflanze 28 cbm/ha und Gräser 35 cbm/ha. Der diesjährige repräsentative Mindestertrag für Silomais liegt bei 42 cbm/ha.

Die Kreisverwaltung kann Vertragsänderungen nur in besonderen Fällen und nach Vorlage eines Sachverständigengutachtens als Ausnahmen zulassen. Unterschreitungen der Mindestablieferungsmengen können nur in begründeten Einzelfällen und bei Abweichungen von den Mindesterträgen bis zu 10 Prozent anerkannt werden. Es gelten strenge Regeln. Die Gründe für die Fehlmengen sind schriftlich darzulegen.

Außer beim Anbau für die hofeigene Biogasanlage müssen die Landwirte nach Ablieferung des Ernteguts unverzüglich Lieferscheine beziehungsweise Wiegescheine vorlegen, damit die Kreisverwaltung überprüfen kann, ob die Ernte vollständig abgegeben wurde. Die Landwirte müssen für Ersatz von Fehlmengen sorgen, um Sanktionen zu vermeiden. Ansonsten können Prämien gestrichen oder ganze Betriebe von den Ausgleichszahlungen ausgeschlossen werden.

Fazit: Die Landwirte sollten kein unnötiges Risiko eingehen, die Ernte vollständig abliefern und vor allem die festgelegten Mindesterträge erfüllen. Noch Fragen? Kreisverwaltung Ahrweiler, Ruf 02641/975-288.




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.08.2004