Die Sicherheit in Schulbussen lernen
Unterricht an der Haltestelle – Landrat: „Schulen sollen mitmachen“ – Täglich werden 10.000 Schüler befördert

„Die Sicherheit in den Schulbussen und an den Haltestellen ist für uns ein wichtiges Thema, bei dem die zuständigen Stellen eng zusammenarbeiten müssen.“ Das sagte Landrat Dr. Jürgen Pföhler beim Besuch einer wirklichkeitsnahen Unterrichtsstunde an der Don-Bosco-Schule in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die BusSchule stand jüngst auf dem Lehrplan von Schulleiter Meinhard Stakemeier.

Konkret: Ein Schulbus fährt an der Haltestelle vor, stößt an eine blaue Plastiktonne, die trotz der geringen Geschwindigkeit des Busses meterweit nach hinten fliegt. Das Lernziel für die Schüler: Vorderkante und Seitenteile des Busses ragen seitlich über die Räder und damit über die Bordsteinkante hinaus. Es ist also sehr gefährlich, beim Warten auf den Bus zu nahe an der Bordsteinkante zu stehen.

„Das sind lebensnahe Situationen, die lebensrettende Wirkung erzielen können“, lobte der Landrat diese Demonstration der Ahrweiler Verkehrs-GmbH (AWV). Zahlreiche Schulen machen mit bei solchen Präventionsmaßnahmen, die der Kreis Ahrweiler angeschoben hat. Ein weiteres Projekt heißt „KLIBs – Konflikt-Lotsen-im-Bus“. Dabei werden Schüler ausgebildet, um während der Busfahrten auf jüngere Schüler achten und als Konfliktschlichter eingreifen zu können. Das angepeilte Ziel hier: stressfreie Fahrten für Schüler und Busfahrer.

Landrat Pföhler hofft, dass auch in Zukunft möglichst viele Schulen mitmachen. Die entsprechenden Angebote der Verkehrsbetriebe und der Unfallkasse Rheinland-Pfalz in Andernach seien vor allem für jüngere Schüler wichtig, und hier besonders für die Fünftklässler an weiterführenden Schulen. „Der ausdrückliche Wunsch des Kreistags und von mir persönlich ist es, für möglichst viel Sicherheit bei der Schülerbeförderung zu sorgen.“ Täglich seien im Kreis Ahrweiler 10.000 Schüler und Kindergartenkinder mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs.

Die BusSchule gliedert sich in Theorie und Praxis: Im Klassenzimmer spielen Schülergruppen Alltagsszenen im und am Bus durch und üben das richtige Verhalten. Draußen an der Haltestelle wird´s anschließend konkret: mit Bereichen, die der Busfahrer nicht sieht („toter Winkel“), mit Drängelrunden vor dem Bus, die mehr Zeit zum Einsteigen kosten als geregeltes und ruhiges Schlangestehen, oder mit besagter Tonnendemonstration an der Bordsteinkante.

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Die umstürzende Tonne zeigt: Das kann lebensgefährlich werden. Don-Bosco-Schüler mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler und Schulleiter Meinhard Stakemeier bei der BusSchule.







© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.07.2005