Abfalltrennung nicht zu Grabe tragen
Kompostierbaren Grabschmuck bevorzugen

Die Trennung von Abfall begleitet uns ein Leben lang – sogar auf den Friedhof. Dazu einige Tipps des Abfallwirtschaftsbetriebs Kreis Ahrweiler (AWB).

Kompostierbarer Grabschmuck ist umweltfreundlich und hilft, Abfall zu reduzieren. Herkömmlicher Schmuck besteht meist aus Kunststoff, der untrennbar mit Naturmaterial wie Tannengrün oder Blumen verbunden ist und daher als Restmüll entsorgt wird. Voll kompostierbarer Schmuck dagegen lässt sich verwerten. Diese umweltfreundliche Grabdekoration ist an einem speziellen Siegel erkennbar und wird von mehreren Gärtnereien im AW-Kreis hergestellt; der Abfallratgeber nennt diese Verkaufsstellen (Seite 10).

Ein zweites Problem drückt die Friedhofsbetreiber und den AWB immer wieder. Abfälle werden auf Friedhöfen oft schlecht getrennt. So wandern Grabschmuck, Grablichter und Pflanztöpfe fälschlicherweise in die gelbe Tonne, während Bioabfälle im Restmülleimer landen und nicht-kompostierbare Abfälle zum Grünabfall kommen. Die Folge: erhebliche Nachsortierarbeit für die Friedhofarbeiter; und Mülltonnen, die wegen falscher Befüllung nicht geleert werden.

Der AWB fasst die wichtigsten Regeln zusammen:
1. Kompostierbare Abfälle wie Pflanzenreste und voll-kompostierbarer Grabschmuck (mit Siegel) kommen zu den Grünabfällen.
2. Grablichter und Pflanztöpfe haben keinen grünen Punkt und sind folglich Restmüll. Also: Ab in die schwarze Restmülltonne! Kränze, die Fremdstoffe wie Plastikbänder oder Styroporringe enthalten, sind ebenfalls Restmüll.
3. Verkaufsverpackungen mit dem Grünen Punkt gehören in die gelbe Tonne – so der Kunststoffsack der Blumenerde, die Verpackung der Grablichter oder die Blumenfolie.

Noch Fragen? Die AWB-Abfallberater helfen gerne: Rufnummer 02641/975-222.




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 21.10.2005