Neues Programm liefert Impulse für die Dörfer
Kreis fördert ländlichen Raum – Landrat appelliert an Gemeinden, Bürgergruppen und Vereine – Zielrichtung Ehrenamt – Zwei Sonderpreise

Das neue Förderprogramm des Kreises Ahrweiler für den ländlichen Raum ist angelaufen. Landrat Dr. Jürgen Pföhler appelliert an Ortsgemeinden, Stadtteile und Ortsbezirke, Vereine, Vereinsgemeinschaften, bürgerschaftliche Initiativen und Gruppen, dieses Angebot zu nutzen. „Unser Förderprogramm gibt neue Impulse, damit der ländliche Raum als Wohn- und Wirtschaftsstandort attraktiv bleibt“, betont Pföhler.

Das Programm läuft seit 1. Januar. Es zielt ab auf das Engagement der Bürger und die Zusammenarbeit zwischen den Kommunen. Dafür stehen 55.000 Euro im Jahr bereit. Neben der Vereinsförderung und der Seniorenförderung versteht sich das Programm nach den Worten des Landrats „als dritte Säule, die das Ehrenamt im Kreis Ahrweiler nachhaltig stärken soll“.

Zielrichtung Ehrenamt. Das Förderprogramm peilt drei Bereiche an, in denen die Bürger weiter aktiviert werden sollen: erstens die Dörfer als Lebensmittelpunkt attraktiver zu gestalten, zweitens eigene Beiträge zur Pflege der Dorfkultur und der Familienfreundlichkeit zu liefern, drittens für ein soziales und kulturelles Miteinander einzutreten. Dies soll in den Dörfern Leistungen ermöglichen und erhalten, die auf anderem Wege nicht mehr finanzierbar sind.

Außerdem soll die neue AW-Förderung die Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung der Kommunen im ländlichen Raum forcieren. Und: Das Programm soll eine Lücke in der Landesförderung schließen; so berücksichtigen die Landes-Dorferneuerung und der Investitionsstock keine Kleinprojekte und solche, die von bürgerschaftlichen Initiativen getragen werden. Die AW-Förderrichtlinien lassen dies hingegen zu.

Was wird gefördert? Dabei handelt es sich um neue, zukunftsweisende Ideen und Kooperationen, regionales Engagement, die gegenseitige Unterstützung von Dorfgemeinden bei gemeinsamen Maßnahmen sowie Aktionen mit Einmaligkeits-Charakter. Zwei Sonderpreise, die mit je 2.500 Euro dotiert sind, belohnen besondere bürgerschaftliche Projekte im Dorf sowie die Zusammenarbeit zwischen Kommunen.

Vier Leitziele sollen die ganzheitliche Dorfentwicklung fördern: erstens die Lebensqualität (etwa für Kinder, Familien, Tradition, Senioren, Natur und Ökologie), zweitens das Wohnen (Siedlungsentwicklung, typische Bauwerke, Grünflächen), drittens das Arbeiten (Versorgung, Gewerbe, soziale Dienste, Telekommunikation) und viertens das Erholen (Dorfkultur, Tourismus).

Der Kreis fördert die Maßnahmen in den Dörfern mit bis zu 30 Prozent der Gesamtkosten oder maximal 5.000 Euro. Von der Förderung ausgeschlossen sind Gewerbebetriebe, politische Parteien sowie Verbände und deren Organisationen.

Kontakt: Kreisverwaltung Ahrweiler, Abteilung Bauen, Raymund Pfennig, Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641/975-443, Fax /975-530, Mail raymund.pfennig@aw-online.de, Internet: www.kreis-ahrweiler.de („Verwaltung online“, „Bauen und Verkehr“, Förderung Ländlicher Raum“).




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.01.2007