Lehrer können Probleme nicht alleine lösen
Berufsvorbereitung oft als letzte Chance für benachteiligte Jugendliche – Kreis unterstützt Schulsozialarbeit an der BBS

Die Schulsozialarbeit ist ein fester Bestandteil der Berufsbildenden Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler. Deshalb unterstützt der Kreis Ahrweiler dieses Zusatzangebot an der Schnittstelle zwischen Jugendhilfe und Schule. Diese Zusage hat Landrat Dr. Jürgen Pföhler dem BBS-Team gegeben, nämlich Schulleiter Hans-Werner Rieck, Lehrer Hans-Jürgen Stratmann, der zugleich Vorsitzender des BBS-Fördervereins ist, sowie den beiden sozialpädagogischen Fachkräften Andrea Garden-Müller und Dorothea Esser-Glagow.

Der jüngste Kreiszuschuss für die Schulsozialarbeit beträgt 22.000 Euro. Es handelt sich um eine freiwillige Leistung des Kreises, die größtenteils als Personalkostenzuschuss an die beiden Fachkräfte des pädagogischen Projekts fließt.

Garden-Müller und Esser-Glagow kümmern sich in erster Linie um Schülerinnen und Schüler der Berufsvorbereitungsklassen und der Berufsfachschule I. Die BVJ-Klassen, die einen Teil der zahlreichen BBS-Bildungsangebote darstellen, werden von jungen Frauen und Männern ohne Hauptschulabschluss besucht. Neben schulischen Defiziten zeigen diese Schüler häufig soziale Auffälligkeiten. Lehrer können diese Probleme nicht alleine lösen.

Schulleiter Rieck: „Die BBS stellt für junge Menschen eine wichtige Weiche auf dem Weg zwischen Schule und Beruf dar. Die Berufsvorbereitung ist oft die letzte Chance zur Eingliederung benachteiligter Jugendlicher.“ Die Schulsozialarbeit der beiden Fachkräfte verlaufe erfolgreich, betonte Rieck und hob die präventive Ausrichtung des Projekts hervor.

Nach einem spezifischen pädagogischen Konzept sollen die benachteiligten Schüler individuell gefördert und zur Berufsreife geführt werden. Die Schulsozialarbeit setzt bei verschiedenen Maßnahmen an. Dazu zählen unter anderem die Anleitung zum regelmäßigen Schulbesuch sowie Angebote zum Hinführen an die Berufsreife und zum Berufseinstieg, etwa als Bewerbungstraining, Praktikumsbegleitung oder der Suche nach Lehrstellen. Der Kreiszuschuss fließt an den BBS-Förderverein.

FOTO: Unterstützen Jugendliche an der Berufsbildenden Schule: Dr. Jürgen Pföhler (v.l.), Hans-Werner Rieck, Dorothea Esser-Glagow, Praktikant Daniel Pelzer, Andrea Garden-Müller und Hans-Jürgen Stratmann.







© Kreisverwaltung Ahrweiler - 19.01.2007