Herbstlaub ist Humus
Blätter gehören zurück in den Garten oder in die Biotonne

Herbstlaub gehört nicht in die schwarze Restmülltonne. Das ökologisch wertvolle Laub sollte in windgeschützten Ecken im Garten zusammengeharkt werden und den Winter über liegen bleiben, rät die Kreisverwaltung Ahrweiler.

Solche Laubansammlungen bildeten wertvolle Winterquartiere für Kleintiere, Igel etwa. Auch die Kompostierung stelle einen aktiven Umweltschutz dar. So gebe der Humus als Flächenkompostierung (Mulchen) unter Bäumen und Hecken dem Boden wichtige Nährstoffe zurück und diene Kleinlebewesen wie Regenwürmern als Nahrungsquelle und Schutz. Auch beim Bau von Hoch- und Hügelbeeten leiste Laub eine wichtige Aufgabe und lasse sich entsprechend verwenden, so der Kreis.

Wer keinen Garten oder sonstige Verwendungsmöglichkeiten habe, solle die Blätter in die braune Biotonne werfen. In der Tonne sollten die Blätter nicht zu stark verpresst werden, weil dies das Entleeren behindere – vor allem bei Frost, wenn das Material festfriere. Über die Biotonne werde das verrottende Laub ebenfalls der Kompostierung zugeführt. Auch bei den Grünabfallsammlungen im AW-Kreis werde Laub in Pappkartons und Papiersäcken mitgenommen.

Eine Ausnahme sei Laub, das mit Straßenkehricht von stark befahrenen Straßenrändern vermischt ist. Dieses sollte wegen der Schadstoffbelastung durch Reifenabrieb und Ölreste nicht in die Biotonne gefüllt werden. Hier sei die schwarze Restmülltonne der richtige Weg.

Die Sammeltermine für Grünabfall stehen im Abfall-Ratgeber, der jedem Haushalt vorliegt. Außerdem nehmen das Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid“ in Niederzissen sowie die Umladestation Leimbach Laub und sonstige Grünabfälle bis zu einem Kubikmeter kostenlos an. Weitere Infos gibt der Abfallwirtschaftsbetrieb Kreis Ahrweiler (AWB), Ruf 02641/975-222 und 975-444.




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 10.10.2008