Schwere Hochhaus-Explosion als Ernstfall geprobt
Katastrophenschutz: Technische Einsatzleitung simuliert Brand und Einsturz mit 140 Verletzten – Feuerwehr, DRK, THW, Polizei und Bundeswehr beteiligt

Eine schwere Explosion an einem bewohnten Hochhaus in Bad Neuenahr-Ahrweiler war das Szenario einer Katastrophenschutzübung, mit der die Technische Einsatzleitung (TEL) des Kreises Ahrweiler im Are-Gymnasium den Ernstfall probte. Das Planspiel simulierte einen Großeinsatz mit zahlreichen Verletzten.

Michael Zimmermann, stellvertretender Kreisfeuerwehrinspekteur und Leiter der TEL, und sein Stellvertreter Jörg Beckmann hatten das Testszenario ausgearbeitet. Deren Drehbuch sah vor, dass es bei Ausschachtungsarbeiten an der Rückseite des Hochhauses zu einer starken Explosion kam, verursacht wahrscheinlich durch eine Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Angenommen waren ein Gebäudebrand großen Ausmaßes, eingestürzte sowie einsturzgefährdete Gebäudeteile und mehr als 140 Verletzte.

Das Ziel der Übung war, alle Maßnahmen, die bei einer solchen Schadenslage zu treffen sind, und interne Abläufe der TEL zu trainieren. Nach drei Stunden war das Szenario bewältigt, alle gedachten Personen gerettet und die Verletzten versorgt.

Zur TEL: Sie unterstützt den Einsatzleiter bei Ereignissen größeren Umfangs, die eine Koordination und Anordnung verschiedener Hilfs- und Unterstützungsmaßnahmen erfordern. Sie ist nach Einsatzgebieten gegliedert, in denen einzelne Aufgaben zu erfüllen sind, beispielsweise Lagebeurteilung, Versorgung, Kommunikation und Öffentlichkeitsarbeit.

Die Akteure der Übung im Are: Feuerwehr, Deutsches Rotes Kreuz (DRK), Technisches Hilfswerk (THW), Polizei und Bundeswehr. Unterstützt wurde die TEL von der Technik des Einsatzleitwagens 2, der beim Löschzug Bad Neuenahr angesiedelt ist, sowie den Mitgliedern der Informations- und Kommunikationsgruppe des Kreises Ahrweiler.

Die Übungseinlagen wurden eingespielt von Mitgliedern der Feuerwehren aus Wehr, Kripp, Heimersheim und Bad Neuenahr, Einsatzkräften der DRK-Ortsgruppen Bad Neuenahr-Ahrweiler und Grafschaft sowie Kollegen des THW Sinzig. Übungsbeobachter, die den Teilnehmern für ihren ehrenamtlichen Einsatz dankten, waren der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, Kreisfeuerwehrinspekteur Udo Schumacher sowie Dieter Franke und Frank Ehl von der Akademie für Krisenmanagement, Notfallplanung und Zivilschutz (AKNZ) in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

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Stehen bereit für den Ernstfall: Experten des Katastrophenschutzes im AW-Kreis bei der TEL-Übung im Are-Gymnasium







© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.09.2011