Kreisweite Unterschriftenaktion pro Eifelautobahn gestartet
Lückenschluss A 1: Listen liegen aus – Internetservice eingerichtet

Landrat Dr. Jürgen Pföhler hat sich an den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck und Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer gewandt mit der Aufforderung, den Weiterbau der Eifelautobahn A 1 zu forcieren. Mainz und Berlin sollten sich für die Beschleunigung des Planfeststellungsverfahrens einsetzen und nach Herstellung der Baureife die nötigen Haushaltsmittel bereitstellen.

Grundlage für die Landrats-Initiative ist eine Entscheidung des Kreistags des Kreises Ahrweiler. Das Kreisparlament hat eine Resolution und eine Unterschriftenaktion für die A 1 beschlossen.

Die kreisweite Unterschriftenaktion ist angelaufen. Mit ihr können sich Bürger und Unternehmer für den Bau des Lückenschlusses zwischen Blankenheim und Kelberg aussprechen. Die Aktion läuft auf zwei Schienen. Erstens liegen die Unterschriftenlisten im AW-Kreis aus, und zwar in den Rathäusern der Städte und Verbandsgemeinden, den Geschäftsstellen der Kreissparkasse Ahrweiler, der Volksbank Rhein Ahr Eifel und der Raiffeisenbank Grafschaft-Wachtberg sowie in der Kreisverwaltung Ahrweiler und den Außenstellen der Kfz-Zulassung in Adenau, Sinzig und Niederzissen. Auch die Ortsbürgermeister und Ortsvorsteher sind eingebunden. Zweitens hat die Kreisverwaltung einen doppelten Internetservice eingerichtet. Auf www.kreis-ahrweiler.de ist die Unterschriftenaktion digital und – per Ausdruck der Liste – handschriftlich möglich.

In diesem Internetservice ist auch die Resolution veröffentlicht, mit der sich der Kreistag für den „unverzüglichen Lückenschluss der A 1“ ausgesprochen hat. Die A 1 mit einer Anschlussstelle für Adenau sei wichtig für die touristische Erschließung der Eifel, die Schaffung neuer Arbeitsplätze und den Nürburgring. In der Resolution heißt es unter anderem weiter: „Der zügige Weiterbau der A 1 bedeutet nicht nur mehr gewerbliche Infrastruktur, Tourismus, Arbeitsplätze und Lebensqualität, sondern auch mehr Umwelt- und Naturschutz, etwa durch die Entlastungen der Bundesstraßen“.

Der Bundesverkehrswegeplan 2003 bis 2015 weise den fehlenden Autobahnabschnitt, der bei Dorsel durch den Kreis Ahrweiler verlaufen soll, als vordringlichen Bedarf aus. Dennoch bestehe für die drei Bauabschnitte noch kein Baurecht, so die Kreisverwaltung.

Als positive Beispiele für Entwicklungsschübe, die eine Autobahn auslösen könne, gelten die prosperierenden Gewerbegebiete an der A 61. Im Ostteil des Kreises habe diese Autobahn seit ihrer Freigabe im Jahre 1975 einen nachhaltigen Aufschwung bewirkt. Dies habe auch zu steigenden Einwohnerzahlen vom Brohltal bis in die Grafschaft geführt.




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 08.12.2011