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Kreisverwaltung Ahrweiler - Teilzeitausbildung - keine halbe Sache!

Teilzeitausbildung - keine halbe Sache!

Teilzeitausbildung

Win-Win Situation für Auszubildende und Ausbildungsbetriebe - bedeutende Säule der dualen Berufsausbildung

Das Modell der Teilzeitausbildung bietet jungen Eltern und Jugendlichen, die Angehörige pflegen, die Möglichkeit, Berufsausbildung und Familie in Einklang zu bringen. Der Gesetzgeber hat die Möglichkeit der Teilzeitausbildung in § 8 des Berufsbildungsgesetzes (BBiG).

Bei der Teilzeitberufsausbildung kann die tägliche oder wöchentliche betriebliche Ausbildungszeit gekürzt werden, sofern ein „berechtigtes Interesse" vorliegt und zu erwarten ist, dass das Ausbildungsziel in der gekürzten Zeit erreicht wird. Eine solche Kürzung führt nicht automatisch zu einer Verlängerung der gesamten Ausbildungsdauer. Entsprechende Ausbildungsmodelle werden von den Kammern ausdrücklich befürwortet.

Das „berechtigte Interesse" liegt regelmäßig dann vor, wenn der oder die Auszubildende ein eigenes Kind betreuen, einen pflegebedürftigen Angehörigen pflegen muss oder vergleichbare, schwerwiegende Gründe vorliegen.

Es wird empfohlen, die wöchentliche betriebliche Ausbildungszeit auf 25 Stunden zu reduzieren, wobei die Unterrichtsstunden in der Berufsschule hiervon unberührt bleiben.

Dies bietet handfeste Vorteile für beide Seiten: Die Betriebe erhalten hoch motivierte und zuverlässige Auszubildende, sichern ihren Fachkräftebedarf und profitieren vom Image- und Standortvorteil als familienfreundlicher Betrieb. Für die jungen Eltern bietet sich hierdurch die Chance, die gewünschte Berufsausbildung und Familie zu vereinbaren.

Im Rahmen der Teilzeitausbildung werden umfangreiche Fördermittel sowie staatliche Sozialleistungen gewährt, die eine finanzielle Unterstützung für die Auszubildenden sicherstellen. Da auf Grund der verkürzten betrieblichen Ausbildungszeit die Ausbildungsvergütung gekürzt werden kann, Aufwendungen (u.a. Fahrtkosten, Unterrichtsmaterialien) jedoch unverändert bleiben, wird oftmals eine über die tatsächlich gezahlte Ausbildungsvergütung hinausgehende finanzielle Unterstützung erforderlich.

Weitere umfangreiche Informationen, insbesondere zu den Finanzierungsmöglichkeiten des Lebensunterhalts im Rahmen der Teilzeitausbildung erhalten Sie unter www.jobstarter.de sowie https://www.bmbf.de/pub/Ausbildung_in_Teilzeit.pdf .

Eine Grundlagenberatung, welche Fördermittel im konkreten Einzelfall in Frage kommen können, kann bei der Servicestelle der Kreiswirtschaftsförderung in Anspruch genommen werden.


Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2016-07-25 12:28:51