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Kreisverwaltung Ahrweiler - Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien

Investitionszuschüsse zum Einsatz hocheffizienter Querschnittstechnologien

Im Mai 2016 wurde die neue Förderrichtlinie zu diesem Programm veröffentlicht. Mit nichtrückzahlbaren Zuschüssen werden investive Maßnahme gefördert, die zur Erhöhung der Energieeffizienz durch den Einsatz von hocheffizienten und am Markt verfügbaren Querschnittstechnologien sowie zur Verminderung und Nutzung von gewerblicher und industrieller Abwärme beitragen.

Wie bisher, wird zwischen Einzelmaßnahmen und der Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen unterschieden. Nachstehend zusammengefasst die Einzelheiten:

Einzelmaßnahmen:

Ersatz oder Neuanschaffung von hocheffizienten Anlagen oder Aggregaten mit einem Netto-Investitionsvolumen von mindestens 2.000 Euro. Die Anlagen müssen den Bereichen elektrische Motoren und Antriebe, Pumpen, Ventilatoren, Drückluftanlagen, Wärmerückgewinnungs- bzw. Abwärmenutzungsanlagen in Prozessen innerhalb des Unternehmen oder der Dämmung von industriellen Anlagen bzw. Anlagenteilen zugeordnet werden.

Technische Systeme:

Ersatz und Erneuerung von den unter Einzelmaßnahmen genannten Querschnittstechnologien sowie der technischen Systeme, in die diese eingebunden sind, ab einem Investitionsvolumen von mindestens 20.000 Euro. In Verbindung mit Maßnahmen zur Abwärmenutzung können auch Pumpen in Heizkreisen von gewerblichen bzw. industriellen Gebäuden zur Versorgung mit Heizwärme und Warmwasser gefördert werden.

Antragsberechtigt sind kleine und mittlere Unternehmen (KMU) der gewerblichen Wirtschaft, sonstige Unternehmen der gewerblichen und industriellen Wirtschaft bis 500 Beschäftigte sowie große Unternehmen der industriellen Wirtschaft mit Betriebsstätte oder Niederlassung in Deutschland.

Die weiteren Voraussetzungen:

  • Das Vorhaben muss in Deutschland durchgeführt werden.
  • Geförderte Anlagen müssen mindestens drei Jahre zweckentsprechend betrieben werden.
  • Bei der Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen muss eine Endenergieeinsparung von mindestens 25 % gegenüber dem Ist-Zustand erzielt und durch ein Energieeinspar- bzw. Abwärmekonzept nachgewiesen werden.
  • Ein solches Energieeinspar- bzw. Abwärmekonzept muss bei der Optimierung oder Neuinstallation von technischen Systemen durch einen externen, zugelassenen Energieberater erstellt werden.

Art und Höhe der Förderung:

Die Förderung wird als nichtrückzahlbarer Zuschuss gewährt. Die Höhe der Förderung beträgt:

  • 30 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für KMU
  • 20 % der zuwendungsfähigen Ausgaben für sonstige und große Unternehmen.

Die maximalen Fördersummen pro Vorhaben betragen:

  • 30.000 Euro für Einzelmaßnahmen
  • 100.000 Euro für Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen
  • 150.000 Euro für die Optimierung und Neuinstallation von technischen Systemen mit industriellen oder gewerblichen Pumpensystemen.

Die externe Energieberatung kann ebenfalls in Höhe von 60 % der förderfähigen Beratungskosten, maximal 3.000 Euro, bezuschusst werden.

Eine Antragstellung ist elektronisch beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) möglich.


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