Vorlesen

Allgemeines zum Projekt

An der Ahr und ihrem Einzugsgebiet finden wir die au√üergew√∂hnliche Situation vor, dass wir es hier mit einem Gew√§ssersystem zu tun haben, welches sich durch umfangreiche Erhaltungs- und Optimierungsma√ünahmen (die Naturschutzgro√üprojekte Ahrm√ľndung und Ahr 2000 sowie die Landesprogramme Aktion Blau und Aktion Blau Plus) auf weiten Strecken in einem bemerkenswert guten √∂kologischen Zustand befindet.

Das 257 km2 gro√üe Projektgebiet Obere Ahr - Hocheifel ist der letzte noch fehlende gr√∂√üere Abschnitt zur Wiederherstellung eines komplett intakten Flusssystems. Mit der F√∂rderung als Naturschutzgro√üprojekt des Bundes soll nun dieser L√ľckenschluss gelingen.

Die Kulisse der Oberen Ahr ist gepr√§gt durch eine Berglandschaft mit steilen H√§ngen und tief eingeschnittenen Bacht√§lern. Die Landschaft bildet ein Mosaik aus bewaldeten H√§ngen und landwirtschaftlich genutzten Offenlandbereichen in den Talsohlen und auf den Hochplateaus. Bei den Waldvorkommen im Gebiet √ľberwiegen mit etwa 55% die Nadelholzbest√§nde geringf√ľgig gegen√ľber den Laubholzbest√§nden.


Aufgrund der Standortgegebenheiten ist die landwirtschaftliche Nutzungseignung in dem als Futterbau charakterisierten Gebiet allgemein eingeschr√§nkt. Die durchschnittlichen bereinigten Ertragsmesszahlen variieren zwischen den Werten 18 und 35, wobei h√∂here Werte in den Talauen und in den Hochlagen mit ihren basenreichen Braunerden erreicht werden. Das Grenzertragsfl√§chenpotential liegt in der √ľberwiegenden Zahl der Gemarkungen auf einem hohen Niveau zwischen 30 und 60 Prozent der gesamten landwirtschaftlichen Nutzfl√§che.

Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, den vielfach strukturierten Gesamtkomplex aus Gew√§sser und Aue als Lebensgrundlage f√ľr die charakteristischen naturraumtypischen Pflanzen- und Tierarten und ihrer Lebensgemeinschaften zu erhalten und zu entwickeln.

 



Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2014-09-03 13:49:54)