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HINWEIS (Artikel vom 27.03.2014):
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Kreis Ahrweiler will bundesweite Modellregion der Energiewende werden

ÔÇ×EnAHRgieÔÇť: Wissenschaftler der Europ├Ąischen Akademie forschen - Kommunen, Naturschutzverb├Ąnde und Energieversorger eingebunden

Beim Vorhaben, die Energiewende umzusetzen, haben die Akteure - Private wie Kommunen - nach wie vor viele H├╝rden zu ├╝berwinden, beispielsweise in Form von gesetzlichen Auflagen im Landschafts- und Naturschutz. Der Kreis Ahrweiler will den Weg der Energiewende jetzt mit wissenschaftlicher Begleitung gehen. Profitieren k├Ânnen davon zahlreiche weitere Regionen - bundesweit.

ÔÇ×F├╝r den Ausbau der Windkraft beispielsweise gibt es viele Restriktionen", sagte Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler bei der Pressekonferenz zur Vorstellung von ÔÇ×EnAHRgie". Hinter dem K├╝rzel steht der offizielle Titel des anvisierten Bundesprojekts ÔÇ×Nachhaltige Gestaltung der Landnutzung und Energieversorgung auf kommunaler Ebene - Umsetzung f├╝r die Modellregion Kreis Ahrweiler". Der Kreis- und Umweltausschuss hat auf Vorschlag des Landrats jetzt gr├╝nes Licht f├╝r die Teilnahme des Kreises als Praxispartner gegeben. Die Federf├╝hrung des Forschungsvorhabens liegt in den H├Ąnden der Europ├Ąischen Akademie zur Erforschung von Folgen wissenschaftlich-technischer Entwicklungen Bad Neuenahr-Ahrweiler GmbH. Die F├Ârderung wurde beantragt. Wenn der Zuschuss bewilligt ist, l├Ąuft die Finanzierung fast vollst├Ąndig ├╝ber Mittel des Bundesforschungsministeriums.

Der Einsatz von Erneuerbaren Energien - vor allem Windkraft, Solar, Biomasse und Wasserkraft - soll im AW-Land drei Jahre wissenschaftlich analysiert werden. Und zwar ÔÇ×ergebnisoffen", wie Pf├Âhler betonte. Mit Blick auf die Vor-Ort-Beteiligten sprach er von einem ÔÇ×gro├čen runden Tisch". Im Kern des Projekts ÔÇ×EnAHRgie" sind in einem Expertengremium - der so genannten Innovationsgruppe - unter anderem Kommunen, Wirtschafts- und Naturschutzverb├Ąnde, Banken und Energieversorger eingebunden. Die B├╝rger werden ebenfalls beteiligt. Die wissenschaftliche Herangehensweise soll so mit dem Praxiswissen der Akteure vor Ort verzahnt werden.

Der Kreistag hat 2011 den Beschluss der 100 Prozent-Erneuerbare-Energie-Region gefasst. Will hei├čen: Der Strombedarf im AW-Kreis soll bis 2030 bilanziell zu 100 Prozent aus Erneuerbaren Energien gedeckt werden. Ein Anteil von rund 10 Prozent am Gesamtstrombedarf ist bereits erreicht. Dies zeigt nach Pf├Âhlers Worten deutlich, ÔÇ×dass die Ma├čnahmen von Kreis, Kommunen und Privaten zu greifen beginnen." Es zeige aber auch, ÔÇ×dass noch eine gro├če Wegstrecke vor uns liegt."

Beispiele von Energiespar- und Klimaschutzma├čnahmen seien die Ausstattung der kreiseigenen Geb├Ąude (meist Schulen) mit Fotovoltaikanlagen, das fl├Ąchendeckende Solarkataster im Internet, die Umstellung auf moderne Heizungsanlagen mit alternativen Energieformen oder die Einrichtung der Energieagentur im Kreis Ahrweiler - ÔÇ×allesamt wichtige Bausteine auf dem langen Weg der Energiewende", so der Landrat. Wissenschaftler der Europ├Ąischen Akademie und von sieben weiteren wissenschaftlichen Institutionen verschiedener Fachrichtungen aus ganz Deutschland wollen diesen Weg jetzt durch ihre fachliche Expertise unterst├╝tzen.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.03.2014

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