BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 

HINWEIS (Artikel vom 17.10.2014):
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.


Sonne ernten: Solardachkataster bietet neue Funktionen

Detail-Infos zu 127.000 DÀchern möglich - Eigenverbrauch von Solarstrom wird lukrativer

Der Kreis Ahrweiler hat das flĂ€chendeckende Solardachkataster aktualisiert und mit zusĂ€tzlichen Funktionen ausgestattet. So wurde der Wirtschaftlichkeitsrechner verfeinert, beispielsweise fĂŒr die Frage, ob es sich fĂŒr GebĂ€udebesitzer lohnt, ihren aus Sonnenenergie erzeugten Strom selbst zu nutzen. „Wir forcieren weiter die Nutzung sauberer Energien und den Klimaschutz", erklĂ€rt Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler. Das Solardachkataster sei ein wichtiges Planungsinstrument fĂŒr die BĂŒrger.

Das Kataster wird mit der Stiftung der Kreissparkasse Ahrweiler betrieben und steht im Internet kostenlos zur VerfĂŒgung: www.solarkataster-ahrweiler.de. Dort können sich die EigentĂŒmer aller rund 127.000 GebĂ€ude im AW-Land informieren, ob sich ihr Dach fĂŒr eine Nutzung mit Photovoltaik (PV) eignet.

Die Eigenstromnutzung wird fĂŒr viele Verbraucher immer interessanter. FĂŒr jetzt in Betrieb genommene Anlagen liegt die EinspeisevergĂŒtung deutlich unter dem Bruttopreis fĂŒr Haushaltsstrom. Da die VergĂŒtung in Zukunft weiter sinkt, wird die Eigenstromnutzung immer lohnenswerter.

Der Kreis Ahrweiler forciere die Energiewende im Rahmen seiner Möglichkeiten, so der Landrat. Konkret: Die Ausstattung der kreiseigenen Schulen mit PV-Anlagen produziert und erwirtschaftet rund 600.000 Kilowattstunden im Jahr; das reicht aus, um 150 Vier-Personen-Haushalte ein Jahr mit Strom zu versorgen. Weitere Beispiele fĂŒr kreiseigene Projekte sind die energetische Sanierung von SchulgebĂ€uden, die Passivhaus-Erweiterung des Are-Gymnasiums oder die Hackschnitzelheizung beim Abfallwirtschaftszentrum „Auf dem Scheid" in Niederzissen.

Die Neuerungen des Solardachkatasters im Überblick:

  • Die Berechnung des Eigenverbrauch an Strom sowie der Kosten und der GrĂ¶ĂŸe einer Anlage sind jetzt möglich.
  • Solarthermie, also die WĂ€rmegewinnung fĂŒr Heizung und Warmwasser durch Sonneneinstrahlung, und Photovoltaik können parallel und getrennt betrachtet werden. Das Solardachkataster berechnet die optimale Anzahl von Solarthermie-Kollektoren. Außerdem zeigt es an, wo die Module der Solarthermie und der PV auf dem Dach platziert werden sollten.
  • Das Anwendungsdesign wurde verbessert. Ein zusĂ€tzlicher „Expertenmodus" ist wĂ€hlbar. Dieser berĂŒcksichtigt einzelne Parameter wie den Verbrauch an Strom und WĂ€rme im GebĂ€ude.
  • Wer den gewonnenen Strom selbst nutzen möchte (Eigenverbrauch), kann dies mit Batteriespeichern optimieren. Die gĂ€ngigen Speichertechniken (Lithium-Ionen und Blei-Gel) können bei der Berechnung ebenfalls berĂŒcksichtigt werden.

Wer diese und weitere Informationen erhalten möchte, geht im Internet so vor:

  • Per Mausklick auf das betreffende Dach klicken.
  • Im Informationsfenster die Funktion „E-Mail zur Datenabfrage" anklicken und das Formular ausfĂŒllen.
  • Anschließend sendet die Kreisverwaltung Detailhinweise an die angegebene E-Mail-Adresse. Der individuelle Wirtschaftlichkeitsrechner lĂ€sst sich dann ĂŒber den eingebauten Link aktivieren.

Foto: Sinzig von oben mit den Schulen am Dreifaltigkeitsweg. Die rot markierten DachflÀchen bedeuten: Hier lohnen sich Solaranlagen, um aus Sonnenenergie Strom zu erzeugen.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 17.10.2014

<< zurück