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Stallpflicht für Hausgeflügel im gesamten AW-Kreis

Verdacht auf Geflügelpest bei zwei Wildenten im Laacher See

Das Veterinäramt der Kreisverwaltung Ahrweiler weitet die Stallpflicht für Hausgeflügel auf das gesamte Kreisgebiet aus. Der Grund: Im Laacher See wurden am Montagnachmittag, 19. Dezember, zwei tote Wildenten gefunden. Eine erste Untersuchung beim Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz in Koblenz hat am Dienstag, 20. Dezember, den Verdacht auf Geflügelpest bestätigt. Die abschließende Untersuchung erfolgt beim Friedrich-Loeffler-Institut, dem Bundesforschungsinstitut für Tiergesundheit. Dieses Ergebnis wird in einigen Tagen erwartet. Nutzgeflügel, beispielsweise von privaten Haltern, ist bisher nicht betroffen.


Neben der Stallpflicht für alle Geflügelbestände im gesamten Kreis Ahrweiler wird das Veterinäramt einen Sperrbezirk und ein Beobachtungsgebiet um den Laacher See einrichten, die dortigen Geflügelbestände untersuchen und weitere Schutzmaßnahmen anordnen. Nähere Einzelheiten werden noch mitgeteilt.


Bei der Geflügelpest besteht ein erhöhtes Risiko für Tierhaltungen in der Nähe von Rast- und Sammelplätzen der Wildvögel an Gewässern. Daher hatte das Veterinäramt Ahrweiler bereits am 15. November 2016 eine Stallpflicht für Hühner, Gänse, Puten und weiteres Geflügel für zwei Gebiete innerhalb des Kreisgebiets verfügt: für einen 1.300 Meter breiten Korridor entlang des Rheinufers von Remagen-Rolandswerth bis Brohl sowie für die am Laacher See gelegenen Ortsgemeinden Wassenach und Glees.


Die für Hühner, Puten und anderes Geflügel ansteckende Tierseuche wird vor allem durch Wildvögel übertragen und kann schnell epidemische Ausmaße annehmen und damit zu hohen Tierverlusten und wirtschaftlichen Schäden führen. Erkrankungen beim Menschen wurden nicht nachgewiesen.


Infos zur Geflügelpest unter www.kreis-ahrweiler.de, Landesuntersuchungsamt Rheinland-Pfalz www.lua.rlp.de, Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz www.mueef.rlp.de, Friedrich-Loeffler-Institut, www.fli.de.




© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.12.2016

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