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Deutlich mehr Elterngeld im Kreis Ahrweiler

Staatliche Leistung fĂŒr Elternpaare sowie fĂŒr Getrennt- und Alleinerziehende

Die AntrĂ€ge auf Elterngeld im Kreis Ahrweiler sind deutlich gestiegen. Die Zahl der ErstantrĂ€ge kletterte seit 2011 von 1.022 auf rund 1.400 zum Jahresende 2017. Das macht einen Zuwachs von 37 Prozent. Knapp ein FĂŒnftel (19 Prozent) der Antragsteller nutzt das seit 2015 eingefĂŒhrte Elterngeld Plus. Das meldet die Kreisverwaltung. Wegen der erhöhten Antragszahlen kann es vorĂŒbergehend zu lĂ€ngeren Bearbeitungszeiten kommen, wofĂŒr die Kreisverwaltung um VerstĂ€ndnis bittet.

Die Inanspruchnahme von Elterngeld ist maßgeblich von der Zahl der Geburten abhĂ€ngig. Im Kreis Ahrweiler ist der bundesweite Trend zu verzeichnen: Seit 2013 steigen die Geburtenzahlen und damit Inanspruchnahme von Elterngeld.

Was ist Elterngeld? Eltern, die ihr Kind nach der Geburt ĂŒberwiegend selbst betreuen möchten und deshalb nicht oder nicht voll erwerbstĂ€tig sind, haben Anspruch darauf. Die staatliche UnterstĂŒtzungsleistung gibt es fĂŒr weibliche und mĂ€nnliche Arbeitnehmer, Beamte, SelbststĂ€ndige und erwerbslose Elternteile, Studierende und Auszubildende, fĂŒr Elternpaare ebenso wie fĂŒr getrennt- und alleinerziehende Elternteile. Voraussetzung: Die Antragsteller mĂŒssen ihre Kinder nach der Geburt selbst betreuen und erziehen und dĂŒrfen nicht mehr als 30 Stunden in der Woche erwerbstĂ€tig sein. Auch mĂŒssen sie mit ihren Kindern in einem Haushalt leben.

Das Elterngeld, auch Basiselterngeld genannt, kann bis zu 14 Monate bezogen werden. Ein Elternteil allein kann die Leistung mindestens zwei, höchstens zwölf Monate beziehen. Es wird weitere zwei Monate gezahlt, wenn beide Eltern vom Angebot des Elterngelds Gebrauch machen. Alleinerziehende können die vollen 14 Monate Elterngeld in Anspruch nehmen. Getrennt lebende Elternteile, die sich die Betreuung ihres Kindes aufteilen, haben den gleichen Anspruch wie Eltern, die zusammenleben, wenn sich das Kind zeitlich mindestens zu etwa 30 Prozent bei einem und den Rest beim anderen der beiden Elternteile aufhÀlt.

Elterngeld Plus weitet den EmpfĂ€ngerkreis aus und individualisiert das Leistungsspektrum und die Leistungshöhe. Es steht Eltern zur VerfĂŒgung, die wĂ€hrend des Elterngeldbezugs in Teilzeit arbeiten möchten. Das Elterngeld Plus berechnet sich wie das Basiselterngeld, betrĂ€gt aber maximal die HĂ€lfte des Elterngeldbetrags, der Eltern ohne Teilzeiteinkommen nach der Geburt zustĂŒnde. DafĂŒr wird es fĂŒr den doppelten Zeitraum gezahlt. Bedeutet: ein Elterngeldmonat = zwei Elterngeld Plus-Monate. Hierbei gilt: Monate, in denen Mutterschaftsleistungen bezogen werden, gelten automatisch als verbrauchte Basiselterngeld-Monate. Vorteile des Elterngeld Plus: Absicherung fĂŒr Familien auch ĂŒber den 14. Lebensmonat des Kindes hinaus, Erleichterung des frĂŒhen Wiedereinstiegs in den Beruf, grĂ¶ĂŸere Gestaltungsfreiheit bei der gleichzeitigen Inanspruchnahme von Elterngeld fĂŒr Paare und getrennt Erziehende.

Ansprechpartnerinnen im Jugendamt der Kreisverwaltung Ahrweiler: Kornelia Leyendecker, Ruf 02641/975-376, und Christina Pyka, Ruf 02641/975-381.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 23.02.2018

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