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Mehr Kinder brauchen mehr Fachpersonal

Kindertagesst√§tten im Kreisgebiet erweitern ihre Angebote - Neues Anmeldeportal f√ľr 4.900 Pl√§tze

Steigende Kinderzahlen, die Suche nach Fachpersonal f√ľr die Erziehung, die Inklusion von Kindern mit Behinderung - die Kindertagesst√§tten im Kreis Ahrweiler stehen vor einigen Herausforderungen. Unterdessen arbeitet die Kreisverwaltung an einem neuen Online-Anmeldeportal mit dem Namen ‚ÄěAhrlini", das als Serviceangebot vor allem den Eltern einen schnellen √úberblick zu den Betreuungsangeboten in den Kitas unterbreiten wird.

Der Kreishaushalt 2018 sieht 15 Millionen Euro vor, die an die Kita-Tr√§ger - meist St√§dte, Gemeinden und Kirchen - der 67 Einrichtungen flie√üen sollen, die insgesamt 4.900 Betreuungspl√§tze vorhalten. Es handelt sich um Geld f√ľr Personal und Baukosten, wobei die Kreiszusch√ľsse f√ľr das Personal, also die Erziehungsfachkr√§fte, allein mit 14 Millionen Euro veranschlagt sind. Bei den Baukosten geht es meist um Erweiterungen und Sanierungen der Geb√§ude sowie um neue Ausstattungen vor allem f√ľr Ganztagspl√§tze sowie f√ľr Pl√§tze f√ľr Kinder unter drei Jahren (U3-Angebot).

Steigende Kinderzahlen: Dieser bundesweite Trend macht sich in vielen Kommunen des AW-Landes bemerkbar. Die Folge: Die Angebote in den Tagesst√§tten m√ľssen ausgebaut werden. In fast jeder der St√§dte und Verbandsgemeinden befinden sich gr√∂√üere Projekte in Planung. Beispiele: in Adenau die Katholische Kindertagesst√§tte, die mit ihrem Neubau um eine zus√§tzliche Gruppe auf ein Betreuungsangebot von sieben Gruppen erweitert wird; in K√∂nigsfeld die kommunale Tagesst√§tte ‚ÄěFlohkiste", die ebenfalls um eine zus√§tzliche auf dann f√ľnf Gruppen erweitert wird; in Burgbrohl der Neubau einer zweigruppigen Einrichtung in Tr√§gerschaft der Ortsgemeinde; in Bad Neuenahr-Ahrweiler die Erweiterung der Katholischen Kita ‚ÄěSt. Pius" um drei Gruppen; in Remagen-Kripp die st√§dtische Kita ‚ÄěPusteblume", die ebenfalls um drei Gruppen ausgebaut wird. In der Stadt Sinzig und der Gemeinde Grafschaft (Ringen) sollen Neubauten zur Betreuung der j√ľngsten B√ľrger entstehen.

Fehlendes Fachpersonal: An diesem Punkt spricht das Jugendamt der Kreisverwaltung, das unter anderem f√ľr die kreisweite Kindertagesst√§tten-Bedarfsplanung zust√§ndig ist, von einer ‚Äěernstzunehmenden Herausforderung". In einigen Einrichtungen m√ľssen Angebote tempor√§r eingeschr√§nkt oder sogar Gruppen vor√ľbergehend geschlossen werden, weil nicht gen√ľgend Erzieherinnen und Erzieher zur Verf√ľgung stehen.

Inklusion von Kindern mit Behinderung: Auch dieses Thema wird die Einrichtungen, Tr√§ger und das Kreisjugendamt in den n√§chsten Jahren weiter besch√§ftigen. Seit 2005 stieg die Zahl der Inklusionshelfer in Kitas von neun auf aktuell rund 40. Dieses Personal wird ausschlie√ülich durch Kreis- und Landesmittel finanziert und ist somit f√ľr die Tr√§ger der Kitas kostenneutral. Die Einrichtungen selbst stehen bei der Inklusion oftmals vor gro√üen Herausforderungen. Hierbei hilft der Kreis, vor allem durch Fortbildungs- und Beratungsangebote der Fachkr√§fte in den Kita-Teams. Au√üerdem soll die derzeit laufende Erstellung einer neuen, integrierten Teilhabe- und Pflegestrukturplanung neue Impulse bringen.

Das online-basierte Kita-Anmeldesystem ‚ÄěAhrlini" soll die Platzanmeldung schneller und einfacher machen. Die Software wird die umfassende Suche, Anmeldung und Vergabe der zurzeit 4.900 Kita-Pl√§tze erm√∂glichen. Zugleich verspricht sich das Jugendamt durch das Programm, das Mitte des Jahres starten soll, eine effektivere und genauere Bedarfsplanung durch tagesaktuelle Belegungsabfragen und die zuk√ľnftige Verhinderung von Doppelanmeldungen.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 06.04.2018

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