BÜRGERSERVICE BILDUNG & FAMILIE KREIS & GEMEINDEN KULTUR & VEREINE WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG
 
Kreisverwaltung Ahrweiler - Moderne Heizsysteme ermöglichen die Energiewende im Gebäudebestand

Moderne Heizsysteme ermöglichen die Energiewende im Gebäudebestand

Gemeinsame Kampagne von Energieagentur und Handwerkern beginnt mit einer Ausstellung in der Kreisverwaltung

Der Kampf gegen den drohenden Klimawandel kann nicht erfolgreich sein, ohne auf fossile Brennstoffe für die Heizungen zu verzichten. Deshalb startet das Regionalbüro Eifel-Ahr der Energieagentur Rheinland-Pfalz gemeinsam mit der Kreishandwerkerschaft Ahrweiler, der SHK-Innung Ahrweiler, der HWK Koblenz und dem Kreis unter der Schirmherrschaft von Landrat Dr. Jürgen Pföhler eine Kampagne mit konkreten Angeboten, wie die Wärmewende vor Ort vorangetrieben werden kann. Den Auftakt bildet die Ausstellung „Wärmewende gestalten – ökologisch konsequente Heizungssysteme“, die am Dienstag, 30. August, eröffnet und bis zum 29. September im Foyer der Kreisverwaltung in Ahrweiler zu sehen sein wird.

Flyer zur Auftaktausstellung "Wärmewende gestalten" zum Downloaden. 

Auf die Bereitstellung von Wärme entfällt mehr als die Hälfte des Endenergieverbrauches in Deutschland. Dabei macht die Raumwärme in Gebäuden wiederum knapp die Hälfte des Endenergieverbrauches aus, die Warmwasserbereitstellung nur etwa 10 Prozent. Die privaten Haushalte sowie der Sektor Gewerbe, Handel, Dienstleistungen verbrauchen den größten Teil der Energie für das Beheizen von Gebäuden, für die Raumwärme. Zwingend ergibt sich daraus, dass die Wärmewende vor allem im Gebäudebereich stattfinden muss.

Die Einsparpotenziale im Gebäudebestand sind gewaltig. Mehr als ein Drittel der Bauten in Rheinland-Pfalz ist vor 1948 entstanden, mehr als drei Viertel wurden vor 1978, also vor dem Wirksamwerden der ersten Wärmeschutzverordnung, gebaut. Mit Wärmedämmung, modernen Heizungs- und Lüftungssystemen lässt sich der Energiebedarf dieser Gebäude beträchtlich senken.

Dabei steigern derartige Sanierungsmaßnahmen nicht nur den Wert der Gebäude, sie bringen zugleich einen Zuwachs an regionaler Wertschöpfung. Gut 50 % der Wertschöpfung und damit auch der Arbeitsplätze entfällt auf die Handwerksunternehmen, die direkt an Sanierungsmaßnahmen beteiligt sind. Auch die Vorleistungen, wie zum Beispiel Materialzulieferung oder Planungsleistungen, können zu mindestens 20 % regional verbucht werden.

Um Hauseigentümer und Unternehmen für die energetische Gebäudes- und Heizungssanierung zu gewinnen, starten die Kooperationspartner Energieagentur, Kreishandwerkerschaft Ahrweiler, SHK-Innung Ahrweiler, Handwerkskammer Koblenz und Kreiswirtschaftsförderung die Kampagne „Wärmewende gestalten“. An ein Fachpublikum, also Handwerker, Energieberater und Architekten, wendet sich eine Reihe von Fachveranstaltungen, deren erste am 27. September in der Ahr-Akademie stattfinden wird.

Den Anfang der Kampagne aber markiert die Ausstellung „Wärmewende gestalten - ökologisch konsequente Heizungssysteme“. Sie zeigt interessierten Besuchern im Foyer der Kreisverwaltung die vielfältigen Möglichkeiten, durch hocheffiziente Heizungs- und Pumpentechnik den Brennstoff-Verbrauch und CO2-Ausstoß zu verringern. Am Modell eines interaktiven Effizienzhauses sind beispielsweise Dämmtechniken, die Versorgung des Gebäudes mit regenerativen Energien oder auch der Warmwasserkreislauf zu sehen.

Ergänzt wird das Angebot durch Informationen zu Fördermitteln und einige Fachvorträge für Bürger im Oktober und November. In die Gemeinden Kempenich und Grafschaft wird - ebenfalls ab Mitte Oktober - die „Energiekarawane“ einziehen: Berater unterstützen vor Ort sanierungswillige Hauseigentümer, kostenlos. Schließlich ist für das kommende Jahr gemeinsam mit der Sanitär-Heizung-Klima-Innung eine groß angelegte Aktion zum Heizungstausch geplant.

Im Zuge der Kampagne wird es Hausbesitzern und Unternehmen besonders leicht gemacht, einen eigenen Beitrag zu leisten zum Erreichen der ehrgeizigen Klimaschutz-Ziele, die nicht nur beim Pariser Weltklimagipfel formuliert worden sind, sondern bereits seit Jahren vom Bund und insbesondere dem Land Rheinland-Pfalz verfolgt werden. So sollen die Emissionen in Deutschland bis zum Jahr 2020 um 40 Prozent und bis zum Jahr 2050 um 80 bis 90 Prozent gegenüber 1990 gesenkt werden. Und die Landesregierung hat in ihrem Klimaschutzkonzept unter anderem den Umstieg bei der Stromversorgung auf die Erzeugung mittels regenerativen Energien vorgegeben. Unbestritten ist dabei, dass neben der Stromwende auch eine Wärmewende erforderlich ist, um diese Zielvorgaben zu erreichen.


KONTAKT
Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH

Regionalbüro Eifel-Ahr
Wilhelmstraße 24-30
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Anna Jessenberger
Telefon: 02641 / 975-498
Mobil: 0151 / 14850708
E-Mail: eifel-ahr@energieagentur.rlp.de



Druckersymbol Druckversion (zuletzt geändert am 2016-08-22 11:40:20)